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LoRa | Fahrzeugortung

LoRa – Ein neues Funksystem für Sicherheitstechnik

LoRa – Ein neues Funksystem für Sicherheitstechnik
kpn / Holland

LoRa – Ein neues Funksystem für Sicherheitstechnik

Die Abkürzung LoRa steht für Long Range und heißt vollständig LoRaWAN. Diese neue Funktechnik wurde von der Firma Semtech entwickelt und besticht mit einer energiesparenden Arbeitsweise und einer hohen Reichweite, verglichen zu anderen Funksystemen. LoRa wurde für das IoT – Internet of Things, das „Internet der Dinge“ entwickelt. Hierbei sollen unterschiedlichste Geräte miteinander vernetzt werden und, ähnlich wie bei dem Austausch im Internet, miteinander kommunizieren. LoRa arbeitet mithilfe der ISM-Bänder, bei denen es sich um Frequenzbereiche handelt, über welche die jeweiligen Daten zu einem Gateway geschickt werden, welche dann an einen Server weitergeleitet werden.



Einfach gesagt senden Endgeräte über LoRa Datenpakete an das Netz und ermöglichen so eine sogenannte „Uplink-Kommunikation“. Die Daten sind an zwei Punkten der Kommunikation verschlüsselt, was eine hohe Sicherheit und einen gewährleisteten Datenschutz ermöglicht.



Was unterscheidet LoRa von herkömmlichen Funksystemen?

LoRa hat eine relativ hohe Reichweite im Gegensatz zu anderen, ähnlich arbeitenden Funksystemen. Sie reicht von zwei Kilometern im städtischen Raum bis zu vierzig Kilometern in ländlichen Gebieten. Die Reichweite ist von Bedingungen wie freier Sicht und geraden Übertragungswegen beeinflusst. LoRa bietet außerdem die Möglichkeit, durch Gebäude hindurch zu senden. Damit bietet sie vielfältige Einsatzmöglichkeiten im Bereich der Sicherheitstechnik. Sie kann beispielsweise bei der Diebstahlsicherung für Fahrzeuge genutzt werden, indem der Sender, der sich im Auto befindet bei dessen Entwendung ein Signal sendet. Dieses durchdringt dann im Ernstfall sogar durch Tiefgaragen oder andere unterirdische Räumlichkeiten.



LoRa arbeitet außerdem äußerst energieeffizient und ist leicht anwendbar. Die Endgeräte benötigen nur wenig Strom und müssen nicht kostenintensiv sein. Da es sich um ein „Wide-Area-Netzwerk“ handelt, ist es der Technologie möglich, über verschiedene Kanäle zu senden. Die ISM-Bänder, die genutzt werden, sind meist lizenzfrei und offen. So kann eine Kommunikation von einem Punkt zum anderen oder von mehreren Punkten miteinander realisiert werden. Dazu braucht es kein Mobilfunknetz oder eine vorhandene Infrastruktur.



Wie kann LoRa für Sicherheitstechnik verwendet werden?

LoRa bietet ein neues Netzwerk, dass sich anderer Kanäle bedient als herkömmliche Funktechnik. Diese Verwendung von anderen Frequenzbereichen bietet besonders in der der Sicherheitstechnik neue Möglichkeiten. Die Diebstahlsicherung in Fahrzeugen etwa, kann mit LoRa eine neues Sicherheitskonzept ermöglichen. Fahrzeuge besitzen oft ein bereits eingebautes Ortungssystem, dass beispielsweise die Verwendung eines integrierten Navigationssystems ermöglicht. Diese können bei einem Entwenden des Fahrzeugs geortet werden. Klingt erst einmal sicher, ist aber heutzutage nicht mehr zeitgemäß.



Autodiebe kennen sich meist mit den Fahrzeugtypen aus, die sie stehlen wollen. Mit sogenannten Jammern stören sie die GPS-Signale und verhindern so die Übertragung der Standortdaten. Moderne Sicherheitsfirmen, wie SHERLOG Security arbeiten deswegen mit anderen Übertragungsmöglichkeiten und sogenannten „passiven Sendern“, um Fahrzeuge zu sichern. Diese passiven Sender können in Form von kleinen, unauffälligen Boxen verwendet werden. Sie werden im oder am Auto angebracht. Bis zu ihrer Aktivierung geben sie kein Signal von sich und können so von den Dieben nicht geortet oder erkannt werden. Im Falle eines Diebstahls können sie aktiviert werden und senden über störungsfreie Frequenzbereiche den Standort des entwendeten Fahrzeugs.


Mit sogenannten Class-A-Endgeräten kann auf den Funkkanal zugegriffen werden, um ein Funk-oder Datenpaket zu senden. Dieses Datenpaket enthält dann Standortdaten, zeitliche Angaben oder andere Informationen, um das gestohlenen Objekt zu orten. Meist findet eine einseitige Kommunikation statt. Es gibt aber auch die Möglichkeit, im Anschluss an den Sendevorgang beim Endgerät ein Zeitfenster zu öffnen, in dem Daten vom Server empfangen werden können.


LoRa bietet also entscheidende Vorteile und neue Möglichkeiten der Autosicherung. Die Übertragungskanäle arbeiten weder über das GPS-, noch über das Mobilfunknetz und ermöglichen so einen neuen Übertragungsweg. Diese Technologie ist neu, modern und entspricht den Anforderungen einer zeitgemäßen Diebstahlsicherung. Energieeffizient, einfach umsetzbar und preisgünstig kann LoRa entscheidende Information übertragen und erhöht aktiv die Sicherheit rundum das Fahrzeug.

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Lisa Machatschek
Neben meinem Studium mit dem Schwerpunkt Kommunikation, arbeite ich gerne in allerlei redaktionellen Bereichen. Nach der freischaffenden Tätigkeit bei einer lokalen Zeitung, bin ich seit kurzem im Ratgeber-Bereich von kingnetz.de tätig. Mich begeistert das Schreiben und die vielfältigen Themen, in denen Wissen vermittelt werden kann.
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